Dienstag, 8. Januar 2013

Die ewige Suche

Neulich meinte jemand zu mir " Ich bin unglücklich und eine Aufgabe in meinem Leben habe ich auch nicht!". Da musste ich erstmal schlucken und nachdenken. Was bedeutet das eigentlich, eine Aufgabe haben? Habe ich eine? Also glücklich bin ich, aber eine Aufgabe..Ist die Schule meine Aufgabe? Ich hoffe nicht, dass wäre ziemlich traurig..
Bei  Eltern zum Beispiel ist die Aufgabe, die Kinder zu erziehen. Aber das kann ja auch nicht alles sein. Vielleicht meinte die Person auch vielmehr den Sinn des Lebens und da hab ich mich mal erkundigt:
Philosophen, Theoretiker, Schrifsteller und noch sehr viel weitere wichtige Persönlichkeiten schreiben und diskutieren über den Sinn, der nur rein hypothetisch ist. Man weiß weder, ob es sich dabei um einen Zweck oder ein Ziel handelt, noch ob er überhaupt existiert. Da frag ich mich doch, wozu der ganze Stress? Kann ich nicht einfach den ganzen Hirnfasching um einen Lebensinn lassen, und einfach nur leben? Günther Anders hat dazu geschrieben: „Warum setzen Sie eigentlich voraus, dass ein Leben, außer da zu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur könnte – eben das, was Sie Sinn nennen?“ Das sehe ich in diesem Falle genauso.
Was wenn sich vor ein paar tausend Jahren eine x-beliebige Person  aus Langeweile (vielleicht auch Interesse) nach seiner Aufgabe gefragt hat und somit eine ganze Bewegung von Fragen und Suchen in Gang gebracht hat über die wir uns heute den Kopf zerbrechen? Meiner Meinung nach wäre es viel einfacher die Sinnsuche zu belassen!
Ich kann noch so lange suchen, eine Aufgabe oder einen besonderen Sinn sehe ich in meinem Leben nicht. Ist das schlimm? Noch nicht und ich hoffe das bleibt auch so..;)

10 Kommentare:

  1. interessanter Themenbereich und gut, knapp geschrieben!!
    Ich finde, das Leben braucht einen Sinn,
    ansonsten (ich übertreibe leicht) könnte man ja auch das mit dem Leben sein lassen und es beenden, oder? Ich meine, das Leben zeichnet sich durch Sinn aus und wird dadurch erst lebenswert. Der Sinn und das Ziel in der Ferne- ich merke, dass viele so ein Ziel brauchen, manche aber nicht, hält einen (mich zumindest) auf den Beinen.

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  2. Aber halten wir uns wirklich an einem Sinn oder mehr an der täglichen Routine fest?

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  3. Naja, es gibt ja neben der täglichen Routine Dinge, die das Leben lebenswert machen und dadurch "Sinnstiftend" sind.
    Außerdem bedeutet tägliche Routine auch Sinn.

    Nhihi :D Ich habs geschafft, mich kurz auszudrücken :D
    *freufreu

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  4. Aufgabe und Sinn ist für mich nicht das Gleiche.

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  5. Eine Aufgabe ist nicht Sinn.
    Aber eine Aufgabe hat und gibt Sinn.
    Finde ich...

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  6. Aber kann man nicht unheimlich viele Aufgaben im Leben haben und trotzdem keinen Sinn sehen?

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  7. das glaube ich nicht, Aufgaben und Arbeit lassen jemanden etwas tun im Leben. Er sitzt (zugespitzt formuliert) nicht zu Hause und langweilt sich, sondern er hat was, warum er unter anderem lebt, womit er sich im Idealfall auch identifiziert. Und das gibt schon Sinn, finde ich...

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  8. Wichtig dabei ist aber eine Perspektive (Sicherheit der Aufgabe, Arbeit, des Jobs... oder eine andere, auf die man sich schon freut)

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  9. sicherlich ist eine Aufgabe- etwas das man tut, damit man nicht gelangweilt wird- wichtig und sozusagen auch die Perspektive. Das wäre ja dann zum Beispiel der Job oder ein Hobby. Aber ich denke nicht dass der "Lebenssinn" in dieser Aufgabe besteht, sonst hätte ihn ja so gut wie jeder schon gefunden..

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  10. ich möchte zwei sachen sagen:
    1. Sinn besteht ja aus mehreren Aufgaben und der Perspektive nach forne
    2. nur weil es etwas gibt, heißt das ja nicht, dass man es automatisch gefunden haben muss...

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