Neulich meinte jemand zu mir " Ich bin unglücklich und eine Aufgabe in meinem Leben habe ich auch nicht!". Da musste ich erstmal schlucken und nachdenken. Was bedeutet das eigentlich, eine Aufgabe haben? Habe ich eine? Also glücklich bin ich, aber eine Aufgabe..Ist die Schule meine Aufgabe? Ich hoffe nicht, dass wäre ziemlich traurig..
Bei Eltern zum Beispiel ist die Aufgabe, die Kinder zu erziehen. Aber das kann ja auch nicht alles sein. Vielleicht meinte die Person auch vielmehr den Sinn des Lebens und da hab ich mich mal erkundigt:
Philosophen, Theoretiker, Schrifsteller und noch sehr viel weitere wichtige Persönlichkeiten schreiben und diskutieren über den Sinn, der nur rein hypothetisch ist. Man weiß weder, ob es sich dabei um einen Zweck oder ein Ziel handelt, noch ob er überhaupt existiert. Da frag ich mich doch, wozu der ganze Stress? Kann ich nicht einfach den ganzen Hirnfasching um einen Lebensinn lassen, und einfach nur leben? Günther Anders hat dazu geschrieben: „Warum setzen Sie eigentlich voraus, dass ein
Leben, außer da zu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur
könnte – eben das, was Sie Sinn nennen?“ Das sehe ich in diesem Falle genauso.
Was wenn sich vor ein paar tausend Jahren eine x-beliebige Person aus Langeweile (vielleicht auch Interesse) nach seiner Aufgabe gefragt hat und somit eine ganze Bewegung von Fragen und Suchen in Gang gebracht hat über die wir uns heute den Kopf zerbrechen? Meiner Meinung nach wäre es viel einfacher die Sinnsuche zu belassen!
Ich kann noch so lange suchen, eine Aufgabe oder einen besonderen Sinn sehe ich in meinem Leben nicht. Ist das schlimm? Noch nicht und ich hoffe das bleibt auch so..;)